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Do. 10. Mär. 2011, 14:13

Runder Tisch zur Entwicklungsförderung - Lebenshilfe GuV

Einhellige Meinung unter den TeilnehmerInnen am Runden Tisch – die Entwicklungsförderung ist eine notwendige und kostengünstige Förderung, die aus dem Bedarf heraus entwickelt wurde. Genau aus diesem Grund ist sie auch im Steiermärkischen Behindertengesetz verankert. Gestrichen wird sie nicht aus inhaltlichen, sondern nur aus finanziellen Gründen. Das darf aber nicht sein! „Nicht über die Einstellung der Entwicklungsförderung sollte man diskutieren, ganz im Gegenteil, eine rasche flächendeckende Versorgung muss gefordert werden. Die Entwicklungsförderung ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Landtagsabgeordnete Ingrid Lechner-Sonnek.
Der Präsident der Steirischen Behindertenhilfe, Franz Wolfmayr bekräftigt, dass mit dem Wegfall dieses Mobilen Dienstes junge Menschen um ihre Lebenschancen gebracht werden und sich die Betreuungskosten in den weiteren Lebensjahren erhöhen. Menschen mit Behinderung haben Rechte, das wissen aber noch viele nicht.
„In der Steiermark herrscht noch immer der Gedanke, dass Behindertenpolitik nur Sozialpolitik ist, dabei geht es alle Ressorts an“, so Behindertenanwalt Siegfried Suppan. „Bei Kindern kann man nicht sparen! Ich habe mich schon dafür eingesetzt, das die Entwicklungsförderung bestehen bleibt.“
Landtagsabgeordnete Claudia Klimt-Weithaler warnt, dass die Budgetkürzungen um 25 % allein im Behindertenbereich die Kündigung von 1500 bis 1800 MitarbeiterInnen bedeuten könnte. Es geht um die Einsparung von 50 Millionen Euro.“
„Die Entwicklungsförderung und Familienbegleitung darf nicht aus dem Steiermärkischen Behindertengesetz gestrichen werden!“, fordert Präsidentin Ursula Vennemann.
Resümee des Rundes Tisches: Es darf nie wieder so werden wie vor dem BHG 2004!