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Mi. 4. Apr. 2012, 10:29

Europäisches Barometer für Inklusion im Bildungssystem

Die Forderung nach inklusiver Bildung geht zurück auf die Erklärung von Salamanca1

(UNESCO 1994) und die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung2 (UNBRK) von 2006. Die Europäische Union und die meisten Mitgliedsstaaten haben sich dazu verpflichtet, die erforderlichen Veränderungen im Sinne inklusiver Bildung auf allen Ebenen vorzunehmen.

In diesem Zusammenhang ist es das generelle Ziel des Projekts "Pathways to Inclusion" (P2i), das von der European Association of Service Providers for Persons with Disabilities (EASPD) koordiniert wird, die nationalen und europäischen Umsetzungsprozesse inklusiver Bildung für Menschen mit Behinderungen bzw. Special Education Needs (SEN) zu begleiten. P2i zielt auf Bewusstseinsbildung für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und auf die Suche nach Wegen und positiven Beispielen, in denen Menschen mit einer Bildung von hoher Qualität in inklusiven Settings profitieren, besondere Bedürfnisse Berücksichtigung finden und die SchülerInnen keine behinderungsbedingte Diskriminierung befürchten müssen.

Das Konsortium besteht aus Partnern aus 10 europäischen Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Irland, Niederlande, Portugal und Slovenien. Zwei Partner sind Universitäten (Fontys-OSO, NL und die Universität Siegen, D), die anderen acht Partner kommen von nationalen sozialen Dienstleistungsorganisationen.

Das Barometer für die Bereiche nationale Gesetzgebung, gegenwärtige Praxis und transformative Entwicklungen ist Ergebnis einer umfassenden Untersuchung der Situation inklusiver Bildung auf nationaler Ebene in den zehn Partnerländern der EU. Es umfasst eine Bandbreite von Information und Wissensbeständen zu inklusiver Bildung, einschließlich jüngster politischer Entwicklungen in diesem Feld und liefert ein umfassendes Bild von der Umsetzung inklusiver Bemühungen in den zehn Partnerländern.

Das P2i-Barometer ist für all jene interessant, die auf den unterschiedlichsten Ebenen mit Fragen von Bildung befasst sind: Menschen mit Behinderung, Familien, Lehrkräfte, PolitikerInnen, soziale Dienstleister usw. Es soll eine Diskussionsbasis liefern für alle Entscheidungs- und Meinungsbildungsprozesse in Bezug auf das Thema inklusive Bildung. Zudem könnte es als Initialzündung für umfassendere europäische Bemühungen um eine vergleichende Prozesseinschätzung in allen EU-Ländern dienen.